Sex sells I

Liebe Blog-LeserInnen, 

jetzt habe ich mir die ganze Woche überlegt, was ich heute schreibe und wollte damit beginnen, dass sich bisher kaum Kommentare auf unserem Blog finden. Aber als ich mich heute Morgen eingeloggt habe, finde ich als erstes einen Kommentar zu meinem letzten Beitrag. Ich bin sehr stolz, was ich schreiben wollte, war nämlich ungefähr das:

Bloggen ist zwar eine asymmetrische Kommunikationsform: der Blogger oder die Bloggerin gibt das Thema vor. Es sollte aber eigentlich keine einseitige Kommunikation sein: die Leser und Leserinnen sollten ihre Kommentare zu dem Thema abgeben.

Folgt man einer Analyse von Rolf Schulmeister, einem der führenden deutschen Forscher zu E-Learning und lehr/lern-relevantem Verhalten im Internet, dann ist das mit dem Kommentieren in Blogs zwar eine schöne Sache aber allzu viel sollte man davon nicht erwarten. Der Text, in dem er drei Studien (davon eine eigene) zusammenträgt, sei hiermit empfohlen.

Schulmeister zitiert dabei auch einleitend Susanne Krauss mit folgender wichtiger Aussage:

„Die Kommentarfunktion ist Kernbestandteil fast jeden Blogs […] Das Ausbleiben von Kommentaren wird vice versa zur Bedrohung für ein Blog-Netzwerk. Es kann auf kleinen, privaten Seiten dazu führen, dass Leser und Autor des Blogs den Eindruck gewinnen, die Einträge würden generell nicht gelesen […]. Beim Autor kann dies zu einer subjektiv erlebten sozialen Deprivation führen, was wohl in vielen Fällen der Auslöser dafür sein dürfte, dass das Bloggen nach einiger Zeit wieder eingestellt wird.“ (Krauss, Susanne (2008). Weblogs als soziale Netzwerke. In: Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web Köln.)

Ich fände es schön, wenn dies für meine Person vermieden werden könnte. Dabei liegt geringe Interaktion sicher nicht nur daran, dass man – wie ein Kollege, der sich anonym über zu aufwändige Formulierungen meinerseits mokieren wollte – den Kommentarbutton nicht findet (ist unten, sieht ein bisschen aus wie eine Sprechblase).

Vermutlich lesen den Blog einfach zu wenige, daher bleibt nur den heutigen Titel in Zukunft mit Inhalten zu füllen.

To be continued …

6 Gedanken zu „Sex sells I

  1. Lieber Professor Remmele,
    unsere “asymetrische Kommuniktation” erinnert mich an alte Spionagefilme, in denen per scheinbar alltäglicher Anzeigen mittels vereinbarter Codewörter gezielt Informationen zwischen zwei Personen (Spionen) ausgetauscht wurden. Alle können die Anzeige in der Zeitung lesen aber nur die beiden Eingeweihten verstehen die versteckte Botschaft. Nachdem Sie mich nun bereits ein Stückchen enttarnt haben (Doppelagent?): Der Name ist kaum ein Anonymus (anonym = namenlos), eigentlich habe ich mich nur ein wenig vertippt. Ach … und Danke für den Kommentarbutton-Tip. Viele Grüße Dermann (schon wieder vertippt 😉

  2. Das AKAD-Blog gibt es nun gerade einmal gut zwei Wochen.Ich empfehle hier noch eine große Portion Geduld, dann werden die Kommentare auch kommen. Wobei ja wenig Kommentare auch nicht wenig Leser bedeuten muss. Vielleicht kann Ihnen die Technik hier die Zugriffszahlen auf Ihre Artikel liefern, um Sie wieder aufzubauen. Ich könnte mir vorstellen, dass diese gar nicht so gering sind (und nach der Überschrift heute vermutlich noch weiter steigen werden…). Ich kann mich noch an die Anfangszeiten von Fernstudium-Infos.de erinnern, in denen ich froh war, wenn es jeden Tag einen einzigen neuen Beitrag im Forum gegeben hat…

  3. Ich rate auch wie Markus zur Geduld und Kontinuität. So ein Blog muss sich erst einmal “kalibrieren”, Themen müssen vor allem stimmen, ansprechen und Diskussionen anregen, es braucht regelmäßig wiederkehrende Leser usw., dann beginnt auch der Dialog.

    Hilfreich ist es auch, auf Kommentare zu antworten und sie nicht in der Luft stehen zu lassen.

    Andere Blogger freuen sich auch über Kommentare: Also einfach auch mal auf anderen relevanten Blogs kommententieren und sich “in die Blogosphäre einklinken”, das soll helfen.

    Graue Theorie über Blogs und Kommentare hilft da übrigens nur wenig, denke ich, Übung macht den Meister 😉

    Ach ja, und bei den aufwändigen Formulierungen, da stimme ich zu …

  4. Das mit den Kommentaren ist in der Tat so eine Sache. In einem anderen Bereich “ironschroedi” bin ich in einer Läufercommunity sehr aktiv. Dort bekommt man Kommentare, wenn man ebenfalls aktiv auf anderen Blogs kommentiert. Gegenseitiges geben ist in diesen Blogs die Devise.

    Das “Einklinken”, das bereits Christian erwähnte, ist also wichtiger als alles andere.

    In diesem Sinne – weiter so.

  5. Eigentlich wurde schon alles gesagt^^ Wichtig ist vor allem das eigene Einbringen in die betreffende Community, sei es durch Blogkommentare auf anderen Blogs, Diskussionen in Foren oder anderweitig. Natürlich brauchen gerade neue Blogs ihre Zeit um bei der Leserschaft anzukommen und mit der Zeit kommen auch die Kommentare. Die Schreibweise der Artikel ist auch noch ein Punkt, der vielleicht anzumerken ist, wer seine Leser kennt und es schafft ihren Nerv zu treffen wird auf Dauer auh mehr Erfolg haben …

  6. Vorteilhaft ist mit Sicherheit, die eigene Präsenz auf anderen Blogs auszubauen und gegebenenfalls auch einzelne Beiträge auf der Hauptseite zu verlinken.

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