Die Gründerin Anna Bronowski im Portrait

Anna Bronowski (rechts) mit Co-Gründerin Juliana Holtzheimer_Querformat

Die Gründerin und MBA-Studentin Anna Bronowski (rechts) mit Co-Gründerin Juliana Holtzheimer (Foto: Lina Scheffran)

Bei allem Ackern für das Fernstudium, sollte das Vernetzen mit Kommilitonen nicht zu kurz kommen. Um Sie dabei zu unterstützen und Lust aufs Kontakten zu machen, stellen wir in dieser Rubrik jeweils einen Mitstudierenden genauer vor. Heute: Anna Bronowski, die in Hamburg mit einer Freundin ein nachhaltiges Mode-Label gegründet hat. Zusätzlich absolviert sie seit Oktober 2015 den MBA Entrepreneurship und Innovation. 

In die Sache mit dem Gründen sind sie 2014 eher so hineingestolpert. Damals waren Anna Bronowski und ihre Freundin Juliana Holtzheimer noch Studentinnen an einer Hamburger Modehochschule. Durch das Studium und Praktika in der Branche lernten sie die Textilindustrie kennen und lieben – allerdings auch ihre Schattenseiten. Die meisten Labels produzierten unter unfairen Bedingungen und alles andere als nachhaltig. Den wenigen, die es besser machen, sah man das Öko-Siegel schon von weitem an. „Bei einem Glas Wein kam uns dann die Idee, diese Marktlücke mit modischer, nachhaltiger und bezahlbarer Mode zu füllen“, erzählt Anna Bronowski. „Nicht zuletzt auch für den Eigenbedarf, denn wir konnten keine wirklichen Alternativen für uns auf dem nachhaltigen Modemarkt entdecken.“ Die Gründungsidee für ihr Startup war geboren.

Master plus Gründeralltag

Seitdem hat sich das Leben von Anna Bronowski stark verändert. „Mein Arbeitsalltag mit dem Startup ist sehr abwechslungsreich, dadurch aber zum Teil auch schwer langfristig zu planen.“ Je mehr sie die Gründung vorantrieb, desto mehr wünschte sie sich auch inhaltlichen Austausch mit anderen Startups sowie fachliche Anleitung zu Management- und Innovationsthemen. Auf den Bachelor Mode- und Designmanagement, den sie mit ihrer Co-Gründerin absolviert hatte, sollte darum noch ein geeigneter Master folgen. „Eigentlich hatte ich schon einen Studienplatz für Innovationsmanagement in London. Aber das Modegeschäft ist stark saisonal geprägt und im Laufe des Jahres gibt es intensive Phasen, in denen ich nicht lernen oder Seminare besuchen kann.“

So entschied sie sich gegen das Präsenzstudium in England und für den MBA Entrepreneurship und Innovation im Fernstudium. Ihre nordisch-minimalistische Mode hat sie seitdem immer weiterentwickelt, die Firma zusammen mit ihrer Freundin weiter aufgebaut. Das Fernstudium und ihr Lernpensum passt sie den geschäftlichen Anforderungen an: „Im Januar und im Juni, vor und nach der Fashion Week, habe ich absolut keine Ruhe zum Lernen oder für Prüfungsvorbereitungen. Aber dann kommen auch wieder ruhigere Phasen, in denen ich mich auf neue Denkanstöße durch das Studium freue. Und mir die Zeit dafür guten Gewissens nehmen kann.“

In der Zeit, während der Anna Bronowski Mode und Studium gleichzeitig jonglieren muss, kann sie sich privat und beruflich auf Unterstützung verlassen: „Zum einen hilft mir meine Familie, so wie sie auch beim Schritt in die Selbständigkeit und bei der Gründung schon eine Stütze war – mental wie finanziell. Zum anderen unterstützt mich meine Geschäftspartnerin Juliana. Sie hat vor mir ihren Master nebenberuflich gemacht, nun haben wir Rollen getauscht und sie muss etwas mehr alleine wuppen.“

Neugierig geworden?

Wer sich jetzt ein Bild von der nachhaltigen Mode der beiden Hamburgerinnen machen möchte, kann sich auf Instagram oder gleich im Online-Shop von Jan n June die aktuelle Kollektion ansehen. (Leider nur für Damen.) Und hier geht es zum Profil von Anna Bronowski im AKAD Campus.

Ein spannendes Geschäftsmodell ist es in jedem Fall – wir drücken dem Startup alle Daumen!

[Nachtrag: In einem ausführlichen Interview hat sich auch Markus Jung von Fernstudium-Infos.de mit der Gründerin unterhalten. Die Aufzeichnung dieses interessanten Video-Interviews können Sie hier ansehen.]

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