Dirk Bogner: AKAD-Alumnus, Afrika-Kenner, Ambassador

Dirk Bogner

“Was mich das Studium bis heute gelehrt hat, ist Disziplin. Die Disziplin, die ich während des Fernstudiums lernen musste und durfte, habe ich heute noch. Und sie ist tagtäglich ein Thema.” Das antwortet Dirk Bogner auf die Frage, an was er sich aus der Studienzeit am meisten erinnert und wie sich diese auf sein Berufsleben ausgewirkt hat. 2005 hat er sein Diplom-Studium der Betriebswirtschaftslehre abgeschlossen, gelernt hat er an der damals zur AKAD gehörenden Wissenschaftlichen Hochschule in Lahr. “Mich hat das Angebot angesprochen, und Lahr war bei mir in der Nähe. Damals gab es ja noch Präsenzveranstaltungen, da war das praktisch, nicht so weit fahren zu müssen”, erzählt er.

Ein klassischer AKAD-Werdegang

Der AKAD-Alumnus und Ambassador des Karrierenetzwerks AKAD Connect ist in vielerlei Hinsicht ein klassischer “AKAD-Fall”. Nach der Berufsausbildung als Kommunikationselektroniker und einem bald nach Ausbildungsende folgendem einjährigen Aufenthalt in Indien wuchs die Erkenntnis, dass ihm der betriebswirtschaftliche Hintergrund fehlt. “Für meinen täglichen Job im Helpdesk habe ich es nicht gebraucht, aber das Interesse war einfach da”, blickt er zurück. Und so kam er zur AKAD University – und zum BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing. Schon schnell wirkte sich das Studium auf seinen Berufsalltag aus. Er wechselte nach einem halben Jahr ins Marketing von Endress+Hauser, einem Experten für Prozessautomatisierung und das Unternehmen, für das er seit seiner Ausbildung bis heute tätig ist. Fortan waren Studieninhalte und Berufsalltag sehr eng miteinander verknüpft. Auch in seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Markteinführung einer bestimmten Produktgruppe in den USA – das Konzept wurde anschließend umgesetzt.

Zurück zur Disziplin. “Ich war damals beruflich viel unterwegs”, erinnert er sich an die Studienjahre. Zudem habe er in dieser Zeit auch zweimal Nachwuchs bekommen. “Es waren sehr intensive Jahre.” Gelernt habe er morgens vor der Arbeit und abends, als in die Kinder im Bett waren. “Aufgeben war kein Thema”, sagt Dirk Bogner. Die Motivation sei groß gewesen, auch deshalb, weil er das Studium teils selbst finanziert hat und den anderen Teil der Arbeitgeber übernahm.

Einmal pro Monat in Afrika

Heute begleiten ihn neben der Disziplin noch weitere Studienthemen in seinem beruflichen Alltag: Controlling und Buchführung – “der Teil, der mir im Studium wenig Spaß gemacht hat” – hilft ihm weiter, beispielsweise in der Bewertung von Unternehmen. Es ist ein Alltag, der ihn in der Regel eine Woche pro Monat nach Afrika führt. Als Head of Regional Support Center/ Europe Africa Support Center von Endress+Hauser ist er unter anderem immer wieder in 20 Ländern auf dem Kontinent unterwegs – Libyen, Ägypten, Ghana, Nigeria, Burundi, Angola oder Ruanda etwa. Das Ziel: Vertriebspartner im Ausland finden, auf- und ausbauen und eine Organisation in Afrika aufzubauen. “Eine sehr spannende, horizonterweiternde Aufgabe”, bestätigt er.  Und erzählt auch davon, wie sich durch das viele Reisen der Blick auf das eigene Land verändern kann. “Ruanda ist das sauberste Land Afrikas. Dort sind Plastiktüten beispielsweise schon lange verboten, man sieht kaum Müll. Mit wenigen Mitteln machen die Menschen dort sehr vieles richtig. Wenn man dann vergleicht, welches Potenzial Deutschland hätte und was man daraus macht, dann ist das schon enttäuschend.”

“Botschafter für eine gute Sache”

Seit einigen Monaten ist Dirk Bogner um eine weitere Aufgabe reicher. Er ist als erfolgreicher AKAD-Alumni einer der Ambassadore von AKAD Connect. Das sind Themenbotschafter, die als erfolgreiche Persönlichkeiten aus der Wirtschaft von AKAD Connect in diese Funktion berufen wurden. Die meisten sind wie Dirk Bogner selbst AKAD-Absolventen. “Ich sehe mich als Botschafter für eine gute Sache. Wenn ich von etwas überzeugt bin, setze ich mich auch gerne dafür ein”, begründet er sein ehrenamtliches Engagement. “Und das Fernstudium ist einfach eine gute Sache.” Auch das Netzwerk, wie es AKAD Connect darstellt, hält er für essenziell. “Netzwerken wird immer wichtiger”, erklärt Dirk Bogner. “Wenn man die Möglichkeit hat sich einzubringen und von einem solchen Netzwerk zu profitieren, dort auch Fragen zu stellen, dann sollte man diese Chance unbedingt nutzen. Man muss ja beispielsweise auch nicht immer das Rad neu erfinden, sondern kann fragen, wie andere bestimmte Dinge tun.”

Es sollte nun klar sein, wie Dirk Bogners Antwort auf die Frage ausfällt, ob er denn noch einmal ein Fernstudium an der AKAD University absolvieren würde. “Ja, auf jeden Fall”, sagt er. “Speziell, weil es heute noch flexibler ist. Weil das digitale Studienmodell noch mehr Möglichkeiten eröffnet, Beruf, Privatleben und Studium zu vereinbaren.”