Kurzporträts: Zwei Generationen, individuelle Erfahrung und Erfolg

Lars Augustin – Schüler & Coder – ist 15 Jahre alt. In seiner Freizeit programmiert er iOS Apps. Im Juni 2019 nahm er als Stipendiat an Apples WWDC Entwicklerkonferenz teil.

Youtube: Lars Augustin beim 11. AKAD Forum









Prof. Dr. Dieter Huber – Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der AKAD University
1988 Dr. phil. (Universität Göteborg); 1990 Habilitation (Universtität Göteborg);
1988-1990Wissenschaftl. Assistent (TH Göteborg);
1990 Gastforscher (ATR, Kyoto); 1990-1993 Universitätsdozent (TH Göteborg);
1993-1994 Lehrstuhlvertretung der C 4-Professur für Angewandte Informatik (Universität Leipzig): Aufbau der Lehrstühle für Computerlinguistik und Künstliche Intelligenz am Fachbereich Informatik;
seit 1994 Universitätsprofessor (Universität Mainz).
Seit 2015 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der AKAD University.

Intrinsisch digital bilden oder doch lieber gute Bildungskonzepte? 

Der eine ist ein Teenager, erobert sich gerade auf erfrischende Weise die große digitale Welt und macht neugierig auf das, was noch kommen wird. Der andere ist – nun, schon ein bisschen älter – und blickt auf eine beachtliche Karriere zurück, bei der er die Anfänge der KI im Übersetzungsbereich mitgestaltete und die bis heute von seinem wachen Geist geprägt ist: Lars Augustin, Gymnasiast aus Weil am Rhein und Stipendiat der diesjährigen Apple-Entwicklerkonferenz, und Prof. Dr. Dieter Huber, emeritierter Professor für Computerlinguistik, Prosodie, Dolmetschwissenschaft sowie Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft, nach langer Karriere nun als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der AKAD University aktiv.  

Beide zeichnen sich durch große Neugier, Offenheit gegenüber dem Fortschritt und Lust auf das Entwickeln von Anwendungen mit hohem Nutzen auf. Der eine wie der andere bereicherten mit ihren Beiträgen das 11. AKAD Forum. Wir stellen sie Ihnen im Blog als Beispiele dafür vor, warum zukunftsorientiertes Lernen nicht nur aus eigener Initiative, sondern auch über gute Lernangebote so wichtig ist. 

Individuelle Wege zu digitaler Bildung beeindrucken – als Lösung für alle nicht ausreichend 

Wo Prof. Dr. Dieter Huber noch auf klassische Bildungswege zurückgreifen konnte – wenn auch mit viel Mut zu neuem Denken und großer Innovationskraft fürs maschinell gestützte Übersetzen u.v.m. – brachte sich Lars Augustin sein Wissen übers Programmieren komplett selbst bei. Zunächst baute er als 10-Jähriger Papp-Laptops (und bekam ein echtes von seinen Eltern geschenkt), dann arbeitete er sich über Internetvideos und Blogartikel weiter ins Thema ein. Bis er schließlich 2019 ein Videoschnittprogramm für Sehbehinderte entwickelte und dafür eine Woche auf Apples Entwicklerkonferenz World Wide Developers Conference (WWDC) in San José/Kalifornien eingeladen wurde, als einer von 350 Stipendiaten weltweit. Lars Augustin berichtet: „Meine Software spricht einzelne Szenen von Videos nach. Die Bilder werden direkt vertont, so dass auch Blinde diese Anwendung benutzen können.“ Gefragt nach seinen Lernquellen, schmunzelt er: „Bücher fand ich weniger effektiv beim Lernen.“ Auch seine Lehrer waren ihm keine Hilfe bei seiner Leidenschaft. Erfolgreich ist er trotzdem, wie z.B. auch die Landesschau Baden-Württemberg im Kurzporträt zeigt.  

Junges Talent entwickelt Apps mit Mehrwert 

Seit Lars Augustin 14 ist, programmiert er Apps. Eine davon ist bereits im AppStore von Apple erhältlich: „Yttrium“ – sie bietet für Spielentwickler die Funktionalität, realistische 3D-Bauten zu erstellen, Räume oder Gegenstände zu realisieren und virtuell in ihre Spiele einzufügen. Auch für Architekten oder Designer könnte das Programm interessant sein. „Die App habe ich in den Weihnachtsferien entwickelt“, erzählt Lars Augustin. Lars‘ Eltern haben mit Programmieren nichts am Hut, wie Mutter Susanne Volk-Augustin berichtet. Sie unterstützen ihren Sohn, achten aber gleichzeitig darauf, dass eine Ausgewogenheit aus der realen Welt und der aus Bits & Bytes gewahrt bleibt. So leben sie ihre individuelle Lösung für die Zukunftsfähigkeit ihres Sohnes ganz selbstverständlich. Doch Unterstützung von außen für den weiteren Weg wäre trotzdem wünschenswert, um gute Qualität sicherzustellen. 

Experte der Computerlinguistik und Pionier der Künstlichen Intelligenz berät AKAD University 

Prof. Dr. Dieter Huber arbeitete bis zu seiner Emeritierung als Leiter des Instituts für Allgemeine Sprach- und Kulturwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Er legte 1969 das Abitur berufsbegleitend bei der AKAD ab, studierte anschließend Linguistik, Informatik und Kulturanthropologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität sowie in Göteborg und Lund. Nach zehn Jahren als Diplomat für die deutschen Botschaften in Lissabon und Beijing widmete sich Dieter Huber wieder Forschung und Lehre. Seine Stationen waren u.a. in Göteborg, Kyoto, Leipzig, und Cambridge/Massachusetts. Besonders die Schwerpunkte Interkulturelle Kommunikation und Interkulturelles Management zeichneten die Arbeit Professor Hubers aus, die er auch beratend deutschen und internationalen Wirtschaftsunternehmen zur Verfügung stellte. Inzwischen bringt er sein immenses Wissen als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der AKAD University ein. Zusammen mit weiteren fünf renommierten Wissenschaftlern anderer deutscher Hochschulen mit Erfahrungen im Feld Fernstudium befruchtet und begleitet er in diesem Gremium unter dem jeweiligen Fach- und Forschungsfokus der Mitglieder die zukünftigen Studien- und Forschungsschwerpunkte der AKAD University. Der Beirat berät die AKAD bei der Entwicklung neuer Studiengänge und unterstützt den Aufbau wissenschaftlicher Kooperationen. Über Empfehlungen an die Hochschulleitung und die Geschäftsführung der Trägergesellschaft prägt der Wissenschaftliche Beirat die Zukunftsorientierung der AKAD University auf fachlich fundierter Basis.  

Weil Stillstand in digitalen Zeiten die größte Gefahr ist, unterhält die AKAD eigene Think Tanks wie eben den Wissenschaftlichen Beirat oder auch das IDEA – Institute for Digital Expertise and Assessment. IDEA setzt Forschungsschwerpunkte im Bereich der Weiterentwicklung des AKAD-Studienmodells, der digitalen Motivation und dem Aufbau von digitalen Kompetenzen. Im Zentrum der angewandten Forschung steht die (Weiter-)Entwicklung der didaktischen Konzepte für ein erfolgreiches, individuell effektives und flexibles berufsbegleitendes Fernstudium. 

Bildungswege sind individuell – das Bildungsangebot ist von hoher Relevanz

Unser Fazit: Bildungswege sind sehr persönlich, wie die Gegenüberstellung der beiden sehr unterschiedlichen Entwicklerkarrieren aufgezeigt hat. Gemeinsam haben sie jedoch eines: Sie beruhen auf Neugier, auf Zugang zu Wissen und der richtigen Aufbereitung, dazu müssen nach unserer Auffassung gute Bildungsangebote auch für die breite Mehrheit kommen. Dass Menschen u.a. über die AKAD University Zugang zu ebendiesen haben, sehen wir als Auftrag – für eine digitalisierte Zukunft, die Menschen unterstützt, statt sie abzuhängen. Lars Augustin als auch Prof. Dr. Dieter Huber zeigen uns: Berührungsängste sind unnötig. Die Neugier ist entscheidend. Und die Möglichkeiten!  

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