Planspiel General Management – 3. Erfahrungsbericht von Eike Gerhard

Eike Gerhard belegt den MBA-Studiengang Entrepreneurship und Innovation an der AKAD University. Bild: Privat

Mein dritter Beitrag (hier geht es zum ersten und zweiten Erfahrungsbericht) widmet sich gänzlich dem TOPSIM-Planspiel General Management, welches normalerweise gegen Ende des MBA-Studiums absolviert wird. Es wird mit 5 ECTS belohnt und war mein bislang zeitintensivstes Modul. Das Ziel des Planspiels ist es, ein fiktives Unternehmen als Vorstand zu leiten und sich gegen die Marktkonkurrenz kurz- wie langfristig zu behaupten. In diesem Rahmen sollen die Studierenden einen realitätsnahen Eindruck davon bekommen, welche Entscheidungen ein Unternehmen über mehrere Wirtschaftsperioden treffen muss. Da die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen unter Unsicherheit und in Teamarbeit getroffen werden, können somit soziale und fachliche Kompetenzen gleichermaßen geschult werden.

Vorbereitung

Bevor das Präsenzseminar in Stuttgart stattfand, erhielten wir Informationsmaterialien zum Planspiel und die Teilnehmer des Planspiels wurden in Gruppen eingeteilt (in unserem Fall waren es drei). Die jeweiligen Gruppen mussten sich untereinander absprechen, wie sie ihr künftiges Unternehmen strategisch am Markt positionieren wollen.

Das Präsenzseminar

Im Präsenzseminar fand ein Treffen mit mehreren MBA-Studenten der Studiengänge General Management und Entrepreneurship und Innovation statt. Die Regeln des Planspiels wurden nochmals kurz besprochen. Im Anschluss wurde eine erste Testrunde simuliert. Nachdem sichergestellt war, dass alle Teilnehmer das Planspiel und die Funktionsweise der Parameter verstanden hatten, startete das Planspiel. Die Teams konnten mit ihrer Arbeit beginnen. An dieser Stelle möchte ich besonders hervorheben, dass ich dieses Modul als eine super Gelegenheit empfunden habe, mich mit den anderen Studierenden zu vernetzen. Auch der Seminarleiter, Prof. Markgraf, hat sich am Vorabend des Präsenzseminars Zeit genommen, um sich mit den bereits angereisten Studierenden zu einem persönlichen Kennenlernen zu treffen.

Die Planspielphase

Im Rahmen des Planspiels wurden sechs Runden simuliert. Dabei wurde das Spiel stetig komplexer, da wir als neuer Vorstand kontinuierlich mehr Entscheidungsbefugnisse bekommen haben. Am Ende jeder Runde zeigte das System auf mehreren Charts an, wie sich das Unternehmen und dessen Kennzahlen verändert haben. Es wurde schnell klar, dass unser Team durch „logisches Überlegen“ an seine Grenzen gestoßen ist. Wir kreierten als Konsequenz eine Planrechnung mit Excel. Unsere Skype-Treffen, die wir ein bis zwei Mal wöchentlich hatten, dauerten meistens über eine Stunde. Obwohl das Unternehmensplanspiel zeitlich aufwendig war, stimmten die fünf anderen Teilnehmer in meiner Gruppe und ich überein, dass das Modul durch seinen hohen Praxisbezug sehr lehrreich war. Wir mussten viele Daten analysieren, Entscheidungen im Team treffen, Bilanzen und Kennzahlen auswerten… kurzum unternehmerisch denken.

Die Hauptversammlung

Nachdem die sechs Runden des Planspiels abgeschlossen waren, haben sich alle Teilnehmer sowie Prof. Markgraf zu einer Videokonferenz getroffen. Hierbei sollte jedes Unternehmen in einer kurz gefassten Hauptversammlungsansprache die Ergebnisse seit „Übernahme der Verantwortung als Vorstand“ vorstellen.

Das Assignment

Das Assignment, welches zu Abschluss des Planspiels eingereicht werden musste, war die Grundlage für die Notenvergabe. Im Rahmen des Assignments sollten wir einen Bericht über die einzelnen Planspielrunden anfertigen. Dabei sollte der Text nicht rein deskriptiv sein, sondern ausführlich begründen, weshalb die verfolgte Strategie gewählt wurde und weshalb die im Verlauf der Perioden getroffenen Entscheidungen diese Strategie unterstützt haben.

Abschlussbewertung

Das Unternehmensplanspiel hat mir persönlich viel Freude bereitet. Ich konnte mehrere meiner Mitstudenten kennenlernen und habe durch die Analyse der Kennzahlen mein betriebswirtschaftliches Wissen auffrischen können. Auch die Entscheidungsfindung in der Gruppe hatte durch ihren hohen Realitätsbezug einen großen Mehrwert für mich. Insgesamt hat mich das Planspiel General Management ein weiteres Mal bestätigt, dass der MBA-Studiengang Entrepreneurship und Innovation der richtige für mich ist.

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