Zwei Generationen: Andreas und Nathalie Spreter über ihr Fernstudium an der AKAD University

Nathalie und Andreas Spreter
Nathalie und Andreas Spreter

Wenn Nathalie Spreters Bachelorarbeit demnächst bei der AKAD University in Stuttgart eintrifft, hat sie einen weiten Weg hinter sich. Denn sie schreibt diese in Peking, wo sie derzeit mit ihrer Familie lebt. Sie ist nicht die erste in ihrer Familie, die an der AKAD studiert. Während sie an ihrem Abschluss in International Business Communication arbeitet, hat ihr Vater Andreas, der für Daimler in Peking arbeitet, seine AKAD-Zeit schon eine Weile hinter sich: Er hat von 1998 bis 2004 Betriebswirtschaftslehre studiert. Was am Fernstudium heute anders ist als damals und wie es zum Leben im Ausland passt, haben die beiden der Redaktion des AKAD Blogs verraten.

„Eigentlich wollte ich nie studieren“, sagt Andreas Spreter. Eine Ausbildung zum Automobilmechaniker bei Daimler, und dann ging es direkt ins Ausland – das passte alles für ihn. Während er bereits mit seiner Familie in Saudi-Arabien lebte, wuchs die Idee, ein Fernstudium aufzunehmen. Irgendwann sei es darum gegangen, Dinge besser zu verstehen, die einen im Berufsalltag begleiten. Investitionspläne, Kalkulationen. „Ich hatte Abitur gemacht, also dachte ich: Komm’, probierst du das mal mit dem Fernstudium.“ Die AKAD habe er damals von einem Bekannten empfohlen bekommen. Sie überzeugte ihn auch im Vergleich zu anderen Anbietern. Also begann er, BWL mit Schwerpunkt Marketing zu studieren.

Prüfungen in der Botschaft – Hauptstudium in Deutschland

„Es war nicht ganz so einfach wie heute, damals in Saudi-Arabien war es mit dem Internet beispielsweise etwas schwierig“, erinnert sich Andreas Spreter, der seit zwei Jahren für die Daimler Northeast Asia Parts Trading and Services Co., Ltd. in China arbeitet und vorher fünf Jahre in Taiwan gelebt hat. Pakete mit Studienbriefen kamen per Post in den Mittleren Osten, für Präsenzseminare nahm er sich Urlaub und flog nach Deutschland. Die Prüfungen legte er in der Deutschen Botschaft ab. „Zum Hauptstudium bin ich dann zurück nach Deutschland, da musste man dann Wochenseminare besuchen, das hätte sonst nicht funktioniert“, erinnert er sich. „Das war aber okay.“ 2004 schließlich hatte er sein Diplom in der Tasche. Er erinnert sich noch gerne an diese Zeit. “Ich habe tolle, sehr interessante Kommilitonen und Professoren in den Seminaren kennengelernt. Das eröffnete einem schon noch einmal neue Horizonte.”

Digitales Fernstudium bietet Flexibilität

Nathalie und Andreas SpreterZehn Jahre nach dem Abschluss ihres Vaters, im Mai 2014, begann seine Tochter Nathalie ihr Fernstudium. Wie ihr Vater war auch sie zu dieser Zeit nicht in Deutschland, sondern in Taiwan, wo sie ihren internationalen Schulabschluss gemacht und wo sie bereits ein Jahr lang Chinesisch an der Universität studiert hatte. “Ich fand das mit dem Fernstudium von Taiwan aus eine gute Idee”, sagt Nathalie Spreter. “Und außerdem wusste ich ja von meinem Papa, dass er gute Erfahrungen mit dem Fernstudium an der AKAD gemacht hatte.”

In diesen zehn Jahren hat sich in den Möglichkeiten, das Fernstudium an der AKAD University möglichst flexibel zu gestalten, einiges getan. Beispielsweise musste Nathalie Spreter nicht mehr für Präsenzveranstaltungen ins Flugzeug steigen. Sie schrieb ihre Prüfungen am Goethe-Institut in Taipeh, “zeitgleich mit den anderen”. Das bedeutete für sie: nachmittags oder auch mal abends um sechs Uhr. Trotz der Möglichkeit, die Studienunterlagen über den AKAD Campus abzurufen, hat sich auch Nathalie Spreter ihre Studienbriefe per Post schicken lassen. “Das war praktisch, da ich sie überall hin mitnehmen konnte”, erklärt sie. Dennoch will sie das digitale Studienmodell nicht missen. „Ich habe viel im Campus gemacht, wie Online-Tests vor Prüfungen, Online-Vorlesungen, das war schon sehr hilfreich, dass man solche Dinge dort immer abrufen kann. Auch die Foren habe ich als sehr wertvoll empfunden.“

Tagsüber Chinesisch, abends Bachelorarbeit

Das orts- und zeitunabhängige Fernstudium kam ihr außerdem entgegen, als sie für eineinhalb Jahre in Deutschland war, um dort ein Freiwilliges Soziales Jahr im Altenheim und ein Praktikum bei Daimler zu absolvieren – letzteres im Rahmen ihres Studiums. Die Prüfungen in der Zeit legte sie in Stuttgart ab. „Jetzt bin ich ebenfalls in Peking, studiere tagsüber an einer Sprachschule weiterhin Chinesisch und schreibe dann abends und am Wochenende an meiner Bachelorarbeit“, sagt sie. Das Thema der Arbeit? “Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs zur Vorbereitung von deutschen KMU auf den Aspekt sozialer Harmonie für den Markteintritt in China”.

Tauschen sich Vater und Tochter eigentlich über das Studium aus? “Ich habe einiges mitbekommen”, sagt der Vater, “wenn auch nicht alles im Detail. Ich fand es stark, dass sie es durchgezogen hat. Zu einem Fernstudium gehört viel Disziplin, das ist nicht für jeden geeignet.”

Ob es Nathalie Spreter selbst wieder nach Deutschland verschlägt oder ob sie in China bleibt, weiß sie noch nicht. “Aber ich kann mir schon vorstellen, hier zu bleiben”, sagt sie. “Peking finde ich spannend und Shanghai auch.” Ihr Vater ist sich in dieser Hinsicht sicher: “Wir werden sicher noch ein bis drei Jahre bleiben”, erzählt er. “Hier in China ist es superinteressant, superdynamisch. Im Moment gäbe es für mich keinen besseren Ort zu arbeiten als hier.”

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