Lern-Leidenschaft: AKAD-Ambassador Frank Tassone

„Es geht nicht ohne lebenslanges Lernen“, sagt Frank Tassone – und er muss es aus mehreren Gründen wissen. Zum einen hat er es am eigenen Leib erlebt. Seine Karriere fußt auf dem Willen zur Weiterbildung, bei der AKAD ist er sogar „Wiederholungstäter“. Zum anderen ist er selbst als Bildungs- und Trainingsanbieter tätig. Lebenslanges Lernen, das ist, so kann man sagen, das Lebensthema des AKAD-Connect-Ambassadors.  

Frank Tassone

Von vorne. Frank Tassone stieg früh ins Berufsleben ein. Auf den Hauptschulabschluss folgte die technische Ausbildung “unter Tage” – aber das war nur der Anfang. Der Sohn eines italienischen Gastarbeiters hatte mehr vor. “Und die einzige Möglichkeit, als Mitglied einer Familie mit Migrationshintergrund weiterzukommen, war damals die Schule beziehungsweise Weiterbildung”, erzählt er. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Ein Berufsleben unter Tage, was damals als angesehener und sicherer Beruf galt. Oder eine weiterführende schulische Ausbildung. Also folgte direkt nach der Ausbildung zunächst die Mittlere Reife. Dann holte er – ebenfalls nebenberuflich – das Abitur nach, und Frank Tassone legte damals gleich eine der besten Prüfungen im Saarland hin. Der Grundstein fürs Studium war gelegt.

Erst Diplom, dann Master im Fernstudium

“Während meines Erststudiums des Wirtschaftsingenieurwesens an der HTW des Saarlandes habe ich recht früh mit Studienpraktika begonnen und bin dann auch gleich bei meinem damaligen ersten Arbeitgeber, einem namhaften Unternehmen im Lufthansakonzern, geblieben”, erzählt er. Um dann nach nicht mal einem Jahr festzustellen: Das war’s noch nicht in Sachen akademische Bildung. “Anfang/Mitte der 90er Jahre merkte ich einfach, dass Informatikkenntnisse zwingend notwendig sind. Allerdings hatte ich einen großartigen Job als Projektmanager im Konzern, daher wollte ich nicht wieder aussteigen.” Also machte Frank Tassone sein Diplom in Wirtschaftsinformatik an der AKAD. Um sich dann, nach Ende der sieben Jahre nebenberuflichem Studium, wenige Monate später für einen Master in Management an der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr (WHL) einzuschreiben, die damals zur AKAD gehörte. Das hieß nochmal fünf Jahre ‘AKAD-Tourismus’, wie wir die vielen Reisen unter Kommilitonen mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge nannten”, erinnert er sich. Warum noch ein Studium? “Ich hatte zwar das FH-Diplom, aber ich dachte, da fehlt noch ein bisschen was, gerade für weitere Möglichkeiten im universitären Umfeld. Bis heute liebäugele ich zum Beispiel mit einer Promotion.”

Urlaubstage mit Studium verbracht

Klar, dass die Studienzeit auch bei ihm mit Belastungen und Entbehrungen einherging – finanzielle und zeitliche. “Ich habe über ein Jahrzehnt lang die Urlaubstage mit dem Studium verbracht. Das hat sehr geprägt.”  Übrigens nicht nur ihn. “Meine Frau sagte nach dem ersten Studium an der AKAD: ‚Nie wieder‘. Aber ich bin immer noch mit ihr verheiratet.” Auch viele Freundschaften aus der Studienzeit bestehen noch heute, man hat sich damals im Gegensatz zu heute viel häufiger persönlich gesehen. “Heute ist das AKAD-Studium aber sicher noch komfortabler, der zeitliche Aspekt durch das Anreisen zu den Präsenzseminaren war damals einfach ein sehr großer Invest”, sagt Frank Tassone. Auch die Digitalisierung des Studiums sieht er positiv. Damals habe man durchaus mal kreativ werden müssen, um zeit- und ortsunabhängig zu lernen: “Wir haben uns den Prüfungsstoff noch auf Kassetten vorgelesen.” So manche Autofahrt konnte er somit aber zum Lernen nutzen.

Lernen kennt kein Alter

Obwohl er sagt, man müsse „eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringen“, um nebenberuflich zu studieren: Frank Tassone machte einfach weiter mit dem Lernen. Auf die Studiengänge folgten weitere Zertifizierungen und Qualifizierungen. “Ich habe eine Passion für Weiterbildung entwickelt”, erzählt er. Heute bildet er im Projektmanagement selbst aus und weiter, ist ehrenamtlich im Vorstand des Weltverbands für Projektmanagement für Hochschulen und Universitäten in Deutschland tätig. Nach 16 Jahren bei der Lufthansa war er bei der Scheer Gruppe tätig, hat die Scheer Akademie mit aufgebaut und entwickelt und schließlich noch einmal ein eigenes Unternehmen gegründet. Mit der Alvission GmbH in Saarbrücken bietet er, mit einem hochqualifizierten Trainerteam, auch seine langjährige Kompetenz als Trainer an. Ein wichtiges Thema auch für ihn, natürlich: die Digitalisierung. “Uns geht es darum, die Mitarbeiter zu befähigen”, sagt er. Und das unabhängig vom Alter. “Es gibt 60-jährige Projektleiter, die haben noch nie ein Kompetenztraining absolviert. Die machen jetzt trotzdem noch ihre Zertifizierung. Man darf beim Lernen keine Altersgrenze setzen, denn die beste Qualifikation kann morgen obsolet sein.” Dieses Beispiel für lebenslanges Lernen gibt er auch an die jungen Studenten weiter, die er als Lehrbeauftragter für internationales Projektmanagement an der Frankfurt University und an der THM, “neben meinen vielen Aktivitäten”, sehr gerne unterrichtet: “Sozusagen als Motivation, dass diese dann zukünftige AKAD-Studenten und hochqualifizierte Nachwuchskräfte werden.”

Networking wichtiges Asset

Der Saarländer ist nicht nur AKAD-Alumnus, sondern auch Ambassador des Karrierenetzwerks AKAD Connect. “Zu meiner Studienzeit gab es die Online-Business-Netzwerke noch nicht, trotzdem sind damals etwa durch die Seminare Netzwerke entstanden, die die Grundlage für mein heutiges persönliches Business-Netzwerk waren.” Er hält Networking innerhalb der Studierendenschaft und der Alumni für “ein wichtiges Asset”. Sei es, sich als “Leidensgenossen” gegenseitig zu motivieren, sei es, wichtige Kontakte für die Karriere zu sammeln.

Jeden Cent, den ich in meine Ausbildung investiert habe, habe ich mehrfach zurückbekommen. Der höchste Return on Investment, den man haben kann, ist der in die Weiterbildung.

Frank Tassone

Das Ehrenamt des Ambassadors anzunehmen war für ihn daher “gar keine Frage”. “Ich bin seit Jahrzehnten mit der AKAD verbunden. Es ist mir wichtig zu zeigen, welche Chance man bekommt, was man erreichen kann, wenn man nebenberuflich studiert. Auch vor dem Hintergrund, wenn man wie ich aus einem nicht-akademischen Umfeld kommt. Klar, man investiert viel Zeit, Geld und Arbeit. Aber wenn ich mir die Ziele nicht setze, kann ich sie auch nicht erreichen.” Er ist wirklich überzeugt: “Auch wenn ein Fernstudium einiges an zeitlichem und finanziellem Aufwand bedeutet: Ich kann rückblickend sagen: Jeder Cent, den ich in meine Ausbildung investiert habe, habe ich mehrfach zurückbekommen. Der höchste Return on Investment, den man haben kann, ist der in die Weiterbildung.”

Mehr über Frank Tassone und seine Aufgabe als Ambassador des Karrierenetzwerks AKAD Connect gibt es auch auf der Website von AKAD Connect.

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